Mit rund 1.050 Schülerinnen und Schülern ist das Stiftische Gymnasium in Düren eine vierzügige Schule mit vollständig ausgelasteter Raumstruktur. Die vorhandenen Gebäude – entstanden zwischen 1952 und 1996 – konnten den Anforderungen eines modernen Ganztagsbetriebs nicht mehr gerecht werden. Besonders die Versorgung der Schüler:innen mit warmen Mahlzeiten war nicht dauerhaft gesichert. Eine externe Lösung über eine benachbarte Gaststätte stellte lediglich ein Provisorium dar, das langfristig den schulischen Abläufen widersprach.

Um diese strukturellen Defizite zu beheben, wurde ein Mensa-Neubau auf dem Schulgelände beauftragt – mit dem Ziel, einen eigenständigen, funktionalen und gleichzeitig architektonisch hochwertigen Raum zu schaffen. Der neue Bau sollte nicht nur die schulinterne Verpflegung sicherstellen, sondern zugleich als Aufenthalts-, Lern- und Veranstaltungsraum fungieren – insbesondere für die Oberstufe.

Die Leistung umfasste die Planung und Umsetzung des Mensa-Neubaus unter besonderer Rücksicht auf die städtebauliche Situation: Der Standort liegt eingebettet zwischen dem denkmalgeschützten Hauptgebäude, der historischen Stadtmauer und dem Oberstufentrakt. Der Neubau besteht aus zwei verbundenen Einheiten: Im Erdgeschoss eines angrenzenden Mehrfamilienhauses befinden sich Küche, Essensausgabe, Nebenräume und Technikflächen. Daran schließt sich ein eingeschossiger Neubau mit großzügigem Speisesaal an.

Architektonisch überzeugt der Mensa-Neubau durch klare Geometrie, eine markante dunkle Putzfassade und raumhohe Verglasungen, die den Innenraum hell, offen und einladend gestalten. Die neue Pflasterung rund um das Gebäude nimmt bestehende Strukturen auf, schafft klare Wegebeziehungen und bindet die Mensa gestalterisch in das Gesamtbild des Schulhofs ein.

Der realisierte Mensa-Neubau bietet dem Gymnasium heute weit mehr als nur eine zeitgemäße Verpflegungslösung: Er schafft neue Räume für Begegnung, fördert das schulische Miteinander und stärkt nachhaltig die Aufenthaltsqualität im Schulalltag.

Architektur

Mensa-Neubau am Stiftischen Gymnasium, Düren

Mensa-Neubau am Stiftischen Gymnasium in Düren – multifunktional nutzbarer Raum für Verpflegung, Aufenthalt und Veranstaltungen.

Auftraggeber
BLB NRW, Niederlassung Aachen
Standort
Düren | NRW
Zeitraum
2011–2012
Status
abgeschlossen

Die Leistung umfasste die Planung und Umsetzung des Mensa-Neubaus am Stiftischen Gymnasium Düren – einschließlich der Integration in den denkmalgeschützten Bestand, städtebaulicher Einbindung, Koordination der Bauphasen sowie der Gestaltung der angrenzenden Freianlagen. Ziel war die Schaffung eines multifunktionalen Raums, der den schulischen Alltag nachhaltig unterstützt und architektonisch überzeugt.

Highlights des Projekts

  • Präzise städtebauliche Einbindung in ein sensibel gewachsenes Schulumfeld
  • Integration in den denkmalgeschützten Bestand unter Berücksichtigung der historischen Stadtmauer
  • Doppelnutzung als Mensa, Lern- und Aufenthaltsraum – insbesondere für die Oberstufe
  • Großzügiger, lichtdurchfluteter Speiseraum mit raumhoher Verglasung
  • Gestaltung hochwertiger Freianlagen mit klarer Wegeführung
  • Funktionale Verbindung von Neubau und bestehendem Wohngebäude
  • Architektonisch eigenständiger Baukörper mit klarer Formensprache
  • Flexibler Veranstaltungsraum für schulische Gemeinschaftsformate

 

Unsere Leistungen

  • Architekturplanung und Objektüberwachung (LP 4–9 HOAI)
  • Integration in den denkmalgeschützten Bestand und das Schulumfeld
  • Entwicklung eines multifunktionalen Raum- und Nutzungskonzepts
  • Gestaltung und Planung der Außenanlagen inkl. Wegeführung
  • Koordination von Umbau- und Neubaumaßnahmen auf engem Baufeld
  • Abstimmung mit Denkmalschutz und städtischen Fachstellen
  • Qualitäts- und Terminsicherung während der Bauausführung